Ideale Lösung für den Weihnachtsmarkt

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Placelogg macht Corona-Listen überflüssig

Das Placelogg-Team bei der Arbeit. Links der Kreuzberger Softwareentwickler Jürgen Simon. Foto: ks

Die Idee kam Jürgen Simon an einem Donnerstag. Da hatte er sich gerade im Segelverein wieder einmal wegen Corona in eine dieser blöden Listen eintragen müssen. »Wo jeder sehen kann, wann genau ich da war, und alle möglichen Leute mitlesen«, ärgerte er sich.

Vor Jahren hatte Simon einmal eine sehr aufwändige Sicherheitssoftware entwickelt. Nun dachte er: Das könnte man damit doch eigentlich viel besser machen! Noch in der Nacht fiel ihm der Name »Placelogg« ein, am Morgen ließ er ihn registrieren und am Freitagabend lief der erste Prototyp. Natürlich dauerte der Feinschliff dann noch ein paar Wochen.

Placelogg ist eine Registrierungssoftware für Kneipen und Restaurants. Statt umständlicher Listen, die per Hand ausgefüllt werden müssen, klebt am Tisch nun ein QR-Code. Der Gast hält sein Smartphone hin – das ist schon fast alles. Beim ersten Mal muss er sich noch mit Name, Anschrift und Telefon registrieren, beim zweiten Mal genügt: zu zweit, gleicher Haushalt, anklicken, fertig.

Der Gastwirt hat nicht viel mehr zu tun: Er bekommt die QR-Codes per Mail geschickt, bringt sie an und muss sich nur sein Passwort merken. Auch die Kosten sind überschaubar: 15 Euro pro Monat und Location. Gemeinnützige Vereine, Künstler, NGOs und Kulturbetriebe kriegen Placelogg sogar komplett kostenlos.

Die Vorteile des digitalen Systems liegen auf der Hand: keine lästigen Zettel mehr, die datenschutzgerecht aufbewahrt werden müssen, keine Listen, keine mehrfach verwendeten Kugelschreiber, keine Probleme mit Ordnungs- und mit Gesundheitsamt.

Aber ist Placelogg wirklich sicher? Simon hat jahrzehntelange Erfahrung mit Sicherheitssoftware im Medizin- wie auch im Bankensektor gesammelt und ist ganz grundsätzlich davon überzeugt, dass "persönliche Daten niemanden etwas angehen". Deshalb werden die sensiblen Informationen auf einem Server in Karlsruhe aufbewahrt und sind so verschlüsselt, dass selbst er und seine Mitarbeiter sie niemals lesen können. Und der Wirt auch nur, wenn er wirklich gute Gründe angibt, etwa einen positiv getesteten Corona-Fall. Simon: »Es gibt keinen Zeitpunkt in diesem ganzen Prozess, wo Daten unverschlüsselt herumliegen.« Automatisch gelöscht werden sie sowieso.

Falls gewünscht, kann man Placelogg übrigens jederzeit ausbauen. Online reservieren, Speisekarte angucken, Kellner rufen oder umgekehrt den Gästen ein Gewinnspiel anbieten. Und nicht nur eine Kneipe managen, sondern – trotz der regional sehr unterschiedlichen und ständig wechselnden Auflagen – sogar einen ganzen Weihnachtsmarkt.

Kontakt: Placelogg

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