Miteinander, füreinander, gemeinsam gegen Corona!

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In schwierigen Zeiten kämpft mog61 für sozialen Zusammenhalt

Wahrscheinlich wird es dieses Jahr kein Straßenfest in der Mittenwalder sattfinden. Stattdessen näht mog61 kostenlose Mund-Nasen-Masken und bietet einen Online-Treffpunkt an. Auch während der Corona-Pandemie gilt: Miteinander sind wir stark! Foto: ks

Durch die Corona-Pandemie hat sich unser Alltag drastisch verändert. Auch der Verein mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V. ist in seiner Tätigkeit stark eingeschränkt. Alle unsere Aktivitäten sind derzeit bis auf Widerruf ausgesetzt. Aber unser Motto »Miteinander sind wir stark« gilt natürlich umso mehr in Zeiten von Covid-19. Wir möchten in dieser herausfordernden Situation zu einem solidarischen Miteinander und einer verlangsamten Ausbreitung des Virus sichtbar beitragen.

Helfen bedeutet im Moment, auf soziale Aktivitäten zu verzichten. Aber helfen kann man auch kontaktlos:

  • Wir sammeln auf unserer Webseite unter »Miteinander, füreinander, gemeinsam gegen Corona!« gute Beispiele, wie man sich gegenseitig beistehen kann.
  • Durch unser Netzwerk bieten wir Hilfen für Einkauf, Gassi gehen, Müll runterbringen und ähnliches an.
  • Wir koordinieren die Unterstützung im Kiez im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Bei uns melden sich viele Menschen, die sich engagieren wollen.
  • Wie beim Straßenfest bieten wir kleine Fahrad-Reparaturen kostenlos an. Fahrräder sind im Moment das Fortbewegungsmittel der Wahl.
  • Wir haben »Gabenzäune« eingerichtet für Spenden an Obdachlose und Bedürftige.

Mund-Nasen-Masken, bunt und kostenlos

Mund-Nasen-Masken von mog61. Foto: mog61

In der Corona-Krise gibt es einen großen Bedarf an Atemschutzmasken. Wir starten deshalb ein neues Projekt: Mit dem Stoff, den wir freundlicherweise von dem Geschäft »Die WollLust« in der Mittenwalder Straße erhalten haben, näht Marianne kostenlose Mund-Nasen-Masken.

Um mehr und schneller Masken zu produzieren, suchen wir freiwillige Näher*innen und Helfer*innen, die bei der Herstellung Aufgaben übernehmen können. Folgende Arbeitsteilung ist vorgesehen: Maske zuschneiden, falten, bügeln und Maske fertig nähen. Marianne, die für mog61 das Projekt »Nähen ohne Grenzen« geleitet hat, ist gelernte Schneiderin und begleitet euch bis zu der fertigen Maske.

Achtung: Unsere Masken sind weder geprüft noch zertifiziert. Sie bieten keinen Schutz gegen Covid-19, können aber die Verbreitung von Tröpfchen reduzieren und das Risiko einer Schmierinfektion durch Berührung des Gesichts mit den Händen min-dern. Sie entbinden nicht von der Einhaltung der empfohlenen Hygieneregeln wie Abstand halten und sorgfältiges Händewaschen.

Wem es schon im normalen Leben schwer fällt, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, hat es angesichts von Isolation und Ausgangsbeschränkungen nicht leichter. Außerdem vermissen viele sicherlich auch das tägliche Abend-Bierchen in der Eckkneipe.

Mehrmals die Woche online plaudern

Deshalb wollen wir ohne Körperkontakt zusammenrücken und bieten regelmäßig mehrmals pro Woche online eine Video- oder Audiokonferenz an, bei der die Teilnehmer*innen sich unterhalten, Tipps zu Online-Kulturangeboten oder einfach nur Ratschläge gegen die Langeweile austauschen können. Wir wollen damit den Zusammenhalt fördern, die Nachbarschaftshilfe unterstützen und für Unterhaltung sorgen.

Wir sind füreinander da, wir gestalten und sehen nicht nur zu! Wer Unterstützung anbieten will, selbst benötigt oder einen kennt, der welche braucht, meldet sich bitte unter info@mog61ev.de

→ Zum mog61-Maskenprojekt

→ Zum mog61-Online-Kieztreffpunkt


Bloß keine Langeweile: Online-Plattformen können helfen

Der beste Weg, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, ist die Vermeidung von Kontakten, das sogenannte »Social Distancing«. Für Menschen, die wenig verlässliche Freunde haben und Hilfe brauchen, gibt es viele Angebote:

  • Über die Online-Plattform nebenan.de können sich Nachbar*innen recht einfach vernetzen.
  • Bei der Telegram-Gruppe Corona Kreuzberg wird ebenfalls Unterstützung koordiniert.
  • Wir gegen Corona bringt Hilfsbedürftige und Helfer aus der Nachbarschaft zusammen.
  • Über KreuzbergHilftbeiCorona bei Twitter lassen sich Informationen austauschen.
  • Wer selbst etwas tun will, findet vielleicht bei Vostel eine passende Organisation für sein Online-Volunteering.
  • Ein überaus lebendiger Austausch zu allen Corona-Themen und -Problemen herrscht in der Facebook-Gruppe Corona Help Team Berlin.

»Social Distancing« kann oft auch schlechte Stimmung bedeuten. Irgendwann ist die Wohnung aufgeräumt und dann fällt einem leicht die Decke auf den Kopf. Vor allem für kranke Menschen ist das besonders in diesen schwierigen Zeiten eine Herausforderung.

Wen am Ende dann doch die Langeweile plagt, dem hilft im Netz zum Beispiel

Leicht zu merken: AHA = Abstand, Hygieneregeln, Alltagsmaske. Und Lüften! Foto: Gerd Altmann / Pixabay

Händewaschen: Gründliches Händewaschen ist eine ganz zentrale Abwehrstrategie gegen das Corona-Virus. Wie das funktioniert, kann man sich z.B. in diesem lustigen Video ansehen. Und wie wichtig es ist, lernt man von diesen sehr eindrücklichen Fotos im »Tagesspiegel«.

Abstand halten: Das Virus überlebt auch eine Weile auf Oberflächen, wird aber anscheinend vor allem durch Anhusten oder eine feuchte Aussprache weiter verbreitet. Deshalb gilt: Zu Menschen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand halten! Schwere Zeiten für Leute, die gerne mit anderen rumknutschen.

Mundschutz: Normale Atemschutzmasken schützen vermutlich nicht vor Corona, können aber evtl. verhindern, dass andere von einem selbst ungewollt angesteckt werden. Da der Markt inzwischen leergekauft ist, sollten professionelle Masken Ärzten und Pflegern vorbehalten bleiben. Es wird aber zunehmend als »Akt der Höflichkeit« angesehen, sich selber welche zu basteln.

Symptome: Die Symptome von Covid-19 ähneln auf den ersten Blick einer Erkältung oder einer Grippe. Besonders auffällig dabei sind Fieber und ein trockener Husten. Bereits im März hat der »Spiegel« die wichtigsten Ähnlichkeiten und Unterschiede übersichtlich zusammengestellt.

In Leichter Sprache: Das Bundesgesundheitsministerium hat wichtige Informationen in Leichter Sprache zusammengestellt. Überhaupt sind auf der Corona-Seite des Ministeriums sehr viele nützliche Beiträge, Tipps, Links und Informationsplakate versammelt – darunter auch ein Video in Gebärdensprache.

Neueste Zahlen: Die offiziellen Zahlen zu den Corona-Infizierten in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern werden jeden Tag gegen 10 Uhr vom Robert Koch Institut mit Stand 0:00 Uhr unter www.rki.de bekannt gegeben. Meistens sind sie dann aber auch schon wieder überholt. Aktueller und genauer ist die Datensammlung der Berliner Morgenpost.

Berliner Regeln: Der Berliner Senat hat mit Wirkung vom 23. März umfangreiche Kontaktbeschränkungen beschlossen. Eine sehr hilfreiche Übersicht dazu findet sich auf www.berlin.de/corona/massnahmen. Dort gibt es auch weitere Erläuterungen für Handel, Gastronomie, Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime und für Privatpersonen.

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