Hertha steigt ab

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Sogar der Bushaltestelle kommen die Tränen

Foto: ks

Ah, es ist schlimm. "Es war ein Drama pur", berichtet ein Fan. "Wir haben bis zum Ende geglaubt, dass wir das schaffen würden. Es war sehr emotional für mich. Ich habe im Stadion viel geschrien, wir haben die Mannschaft bis zum Ende unterstützt, mit Gesängen. Es ist so jammerschade, dass das nicht geklappt hat! Hertha ist abgestiegen! Aber ehrlich gesagt, wenn man die ganze Saison sieht, auch zu Recht. Ich habe sehr gelitten, das war furchtbar! Doch einmal Fan, immer Fan! Und zweite Liga ist nicht so schlimm, weil nächstes Jahr steigen wir wieder auf, davon bin ich überzeugt!"

Der Autor fühlt sich bei aller Empathie für die Berliner gleich an den 1. FC Nürnberg erinnert. Weiß das noch jemand? In der Saison 1967/68 das 7:3 gegen Bayern mit Strehl, Volkert und fünfmal Brungs? Meisterschaft, ein Jahr später der furchtbare Abstieg. Es folgten grauenhafte Zeiten. Die Aufstiegsrunde gegen Offenbach, Wattenscheid, Saarbrücken, Darmstadt. In den Sommerferien immer die frustrierenden Radioreportagen und jedes Mal fehlten ein oder zwei Tore, niemals hat es gereicht. Ein Trauma.

Fan einer, nun, mit Verlaub, eher mittelmäßigen Mannschaft zu sein, ist ein übles Schicksal. Das Glück hat einen verlassen und tanzt mit anderen. Kleiner Trost: Sollte der Club nicht in der dritten Liga verschwinden und Hertha die Lizenz bekommen, treffen beide in der nächsten Saison aufeinander. Jawohl, dann geht mogblog wieder einmal ins Fußballstadion.

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