Die ersten Poller sind da!

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mogblog gewinnt Felix Weisbrich als Verbündeten

Drei rot-weiße Poller sind in der Körtestraße bereits montiert, weitere werden in den nächsten Tagen folgen. Foto: ks

Ja, es nervt schon, wenn sich ein Blog ständig mit den gleichen Themen herumschlägt. Andererseits hat mogblog dieses Körte-, Fahrradstraßen- und Urbankrankenhaus-Ding angefangen (hier, hier, hier und hier) und da müssen wir jetzt eben durch. Außerdem gibt es Neuigkeiten: Die ersten Poller sind da! An der Kreuzung Körte- / Freiligrathstraße wird fleißig herumgewerkelt, drei rot-weiße Pfosten stehen schon und die dicken Leitungen, die sich übers Pflaster schlängeln, lassen auf weitergehende Absichten schließen. Bis Ostern werde das vielleicht noch, hoffte ein älterer Herr am Café Oetcke.

Seit vergangenen Sommer ist die Körtestraße Fahrradstraße und spätestens seit im August Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann fast auf einer Motorhaube gelandet wäre, war klar, dass der Autoverkehr zwischen Hasenheide und Urbanstraße irgendwie ausgebremst werden muss. Der Bezirk sperrte die Körtestraße in Höhe der Freiligrathstraße zunächst eher symbolisch mit Blumenkübeln und einem Schild. Weil das nicht half, sollen es nun versenkbare, elektronisch steuerbare Poller richten - damit Müllabfuhr, Rettungsfahrzeuge und Polizei trotzdem passieren können.

Währenddessen hat der Umweltausschuss der BVV über den Antrag von Timur Husein (CDU) verhandelt, im Sinne einer freien Zufahrt zum Klinikum am Urban die Grimmstraße wieder für den Kfz-Verkehr freizugeben. Der "UVKI", wie er unter Freunden heißt, ist ein angenehmes, fast familiär agierendes Gremium, wo jemand schon mal aus Versehen sein Mikrofon nicht abschaltet und die Ausführungen anderer mit einem unüberhörbaren "bla bla" kommentiert - was Vorsitzender René Jokisch (Linke) aber alles souverän und harmonisch zu schlichten weiß. Sie habe den einschlägigen mogblog-Artikel gelesen, bekannte Peggy Hochstätter (SPD). In der Sache allerdings wollten SPD und Linke nicht nachvollziehen, dass die neue Pop-up-Fahrradstraße Beschäftigte und Patienten des Urbankrankenhauses zu großen Umwegen zwingt.

Hier sprang ausgerechnet der Chef des Straßen- und Grünflächenamts, Felix Weisbrich, mogblog zur Seite. Bei der Ausschilderung mit "Anlieger frei" gebe es tatsächlich "dringenden Änderungsbedarf", räumte er ein und Proteste vor Ort blieben nur deswegen aus, "weil sich eh niemand daran hält - ausgenommen bei einer Polizeikontrolle". Weisbrich versprach, den südlichen Teil der Grimmstraße künftig mit "Fahrradstraße - Kfz-Verkehr frei" auszuweisen, womit sich der CDU-Antrag praktisch erledigt hatte. Inzwischen hat auch das Verkehrsmanagement bei der Senatsverwaltung für Umwelt mitgeteilt, dass eine sich widersprechende Beschilderung - wie aktuell an der Kreuzung Urban- / Grimmstraße der Fall - "nicht zulässig" sei.

Update 25.03.2021: Gute Zusammenfassung vom Kollegen Patrick Goldstein in der Berliner Morgenpost.

 

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