Was machen eigentlich …

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... dieses Jahr die Tomaten auf dem Balkon?

Tomaten: aus eigenem Anbau, Schnittlauch: Edeka, Teller: Karstadt. Foto: ks

Als kleines Kiezblog hat man ja mit der Übermacht analoger Druckerzeugnisse zu kämpfen, die den Markt mit hohen Auflagen überfluten, mit schlechten Schwarz-Weiß-Fotos, auf denen kaum etwas zu erkennen ist, allenfalls mäßigen Texten, und die meisten Seiten ohnehin mit Pressemitteilungen zuknallen, damit rund um die Anzeigen bloß kein Weißraum entsteht. Da wärmt es einem das Herz, wenn man auch als Blogger Beachtung findet und eine geneigte Leserin zum Beispiel wissen will: "Was machen eigentlich die Tomaten auf dem Balkon?"

Ja, es ist ein prima Tomatenjahr. Wegen der Hitze! Im letzten Sommer hatte mogblog erstmals Tomaten kultiviert und getestet, dabei stellten sich die beiden Sorten "Ruthje" und "Hilmar" als besonders wohlschmeckend heraus. Aus der letzten Ernte wurden deshalb Samen gesammelt, im Februar in kleine Töpfe gesteckt und auf der Fensterbank schließlich die kleinen Pflänzchen eifrig gegossen. Nach den Eisheiligen kamen zwölf ins Freiland - alles nach Lehrbuch und nicht weiter kompliziert. Von den Samen keimten praktisch alle und so eine Tomatenpflanze wächst - wenn sie nur genug Licht und Wasser hat - fast wie Unkraut. Selbst in einem kleinen Blumentopf.

Sie brauchen jeden Tag Wasser. Ein bisschen Zuwendung. Sie lieben die Sonne, die macht sie süß und fruchtig, und weil es seit Wochen nicht regnet und die Sonne erbarmungslos auf die Südwestecke des Balkons brennt, schmecken sie viel süßer als letztes Jahr. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Bei Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius reifen die roten Früchte vor der weißen Hauswand zu schnell, werden faltig und dann muss man sie rasch abpflücken und aufessen. Insgesamt sind es deutlich mehr als vergangenen Sommer: Derzeit liegt die Ernte bei fünf, sechs kleinen Tomaten pro Tag. Und sie schmecken sooo lecker!

Weil mogblog so viele gar nicht allein vertilgen kann, werden hin und wieder nach dem mog61-Gießtreff freitags um 17 Uhr am Dorfbrunnen in der Mittenwalder Straße welche gereicht. Zusammen mit Chällerhocker aus der Schweiz, Coulommiers aus Frankreich, Ziegenkäse mit Pfirsich-Maracuja-Lavendel-Dip, eingelegten schwarzen Oliven, süßen Weintrauben und einem Schluck Sekt. Einfach mal vorbeigucken und probieren!

 

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