Es ist nicht alles schlecht!

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Wie mogblog mithalf, dass die Welt besser wird

Nicht irgendein, sondern ein ganz besonderes Verkehrsschild an der Ecke Grimm- / Urbanstraße. Foto: ks

Es sind ja nicht nur die guten Vorsätze für das kommende Jahr. In der Zeit zwischen den Feiertagen denkt man zuweilen auch darüber nach, ob man in der Vergangenheit eigentlich ein guter Mensch gewesen ist. Nehmen wir nur einmal mogblog. Ist die Welt mit mogblog besser geworden? Das sind heikle Fragen, die eine tiefe Gewissensprüfung erfordern. In diesem Fall allerdings genügt ein Blick auf das Foto links, um zu entscheiden: Ja, ganz ohne Zweifel hat mogblog Verdienst erworben! Und das ist für ein kleines, bescheidenes Kiezblog schon etwas Besonderes.

Die Geschichte wurde bereits oft erzählt. Im Zuge der neuen Fahrradstraße vom Südstern zum Mariannenplatz in Verbindung mit der Ausschilderung "Fahrradstraße / Anlieger frei" hatte das Bezirksamt im Sommer 2020 das Urbankrankenhaus von seiner Hauptzufahrt abgehängt. Den wer immer mitten in der Pandemie in die Klinik will - Ärzte, Pfleger, Patienten, Besucher, Lieferanten -, ist in der Grimmstraße kein Anlieger, darf sie also gar nicht benutzen. Ein Schildbürgerstreich.

mogblog hat die peinliche Panne unter dem Titel "Es kommt zu Verzögerungen" aufgedeckt (es ist immer noch einer der Artikel mit den höchsten Klickzahlen) und sich anschließend schier die Finger wundgeschrieben: hier, hier, hier und hier. Timur Husein von der CDU sprang uns dankenswerterweise mit einem Antrag in der BVV zur Seite, die Grimmstraße wieder für alle Autos zu öffnen - wurde jedoch abgeschmettert. Immerhin räumte der Chef des Straßen- und Grünflächenamts, Felix Weisbrich, im Ausschuss "dringenden Änderungsbedarf" ein. Das war im März.

Monatelang tat sich nichts. Erst jetzt, eineinhalb Jahre nach Einrichtung der Fahrradstraße, hat der Bezirk reagiert und Mitte November endlich neue Schilder aufgestellt. Nun darf wieder jeder auf direktem Wege zum Krankenhaus und von dort aus auch zurück. Tataaaaa! Ein kleiner Schritt fürs Bezirksamt, aber ein großer Sieg für die Vernunft! Natürlich könnte man jetzt viele Fragen stellen. Warum hat das nun eineinhalb Jahre gedauert, wo man doch am ersten Tag schon hätte sehen können, dass da links ein großes Krankenhaus ist? Bürgernähe? Transparenz? Nichts?

Tun wir aber nicht. Immerhin hat das Bezirksamt am Ende bewiesen, dass es lernfähig ist. Lieber nippen wir ein wenig am mogblog-Gin und überlegen, wie so ein kleines, bescheidenes Kiezblog wohl im kommenden Jahr mithelfen kann, dass die Welt besser wird. Guten Rutsch!

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